Details des Biertyps

Name
Neu­see­län­di­sches Pilsner
Style Gui­de
BJCP
BJCP
X 5
Alko­hol
4.0 - 6.0 %vol
Stamm­wür­ze
0 - 0 °P
Rest­ex­trakt
0 - 0 %gew
Bit­te­re
25 - 45 IBU
Far­be
4 - 17.5 EBC
Aus­se­hen
Stroh­blon­de bis tief­gol­de­ne Far­be, aber meist gold­gelb. Gen­rell recht klar bis glanz­fein; Trüb­heit ist ein Fehler.Kremige, lang halt­ba­re wei­ße Schaumkrone.
Geschmack
Mitt­le­re bis star­ke Hop­fen­bit­te­re, die rein und nicht krat­zig sein solt­te, ist am auf­fäl­ligs­ten und reicht bis in den Nach­t­runk. Mtt­le­re bis star­ker Hop­fen­ge­schmack mit ähn­li­chen Eigen­schaf­ten wie des Geruch (tro­pisch, zitrus­ar­tig, Sta­chel­bee­re, Melo­ne, gra­sig). Mitt­le­rer bis mit­tel-star­ker Malz­ge­schmack, getrei­dig-süß, bro­tig oder Cra­cker-artig. Rein­tö­ni­ges Gärungs­pro­fil (Ester aus der Gärung sind ein Feh­ler). Tro­cken bis fein­herb mit einem rei­nen, wei­chen Abgang und bit­te­rem, aber nicht krat­zi­gen Nachgeschmack.Das Malz kann den Ein­druck einer gewis­sen Süße erwe­cken, aber das Bier soll­te nicht wirk­lich süß sein. Der Abgang kann tro­cken, soll­te aber nicht krat­zig oder bei­ßend sein. Die Abstim­mung ist immer auf der bit­te­ren Sei­te, trotz­dem muss der Malz­ge­schmack bemerk­bar sein.
Geruch
Mitt­le­res bis star­kes Hop­fen­aro­ma aus neue-Welt-Sor­ten, oft mit Aro­men von tro­pi­schen Früch­ten, Zitrus­früch­ten (Limet­te, hel­le Grape­fruit), Sta­chel­bee­re, Honig­me­lo­ne und leich­ten gra­si­gen Noten oder Spu­ren von grü­nem Papri­ka. Mit­tel-gerin­ge bis mitt­le­re unter­stüt­zen­de Mal­zig­keit mit einer neu­tra­len bro­ti­gen oder Cra­cker-arti­gen Qua­li­tät. Ein sehr gerin­ger DMS-Gehalt ist akzep­ta­bel, aber nicht erfor­der­lich. Neu­tra­ler, rei­ner Hefe-Cha­rak­ter mit sehr leich­tem Schwe­fel. Der Hop­fen soll­te am die Balan­ce domi­nie­ren, aber auch etwas Malz muss spür­bar sein.
Mund­ge­fühl
Mitt­le­rer bis mit­tel-leich­ter Kör­per. Mitt­le­re bis mit­tel-hohe Kar­bo­ni­sie­rung. Weich­heit ist der bestim­men­de Ein­druck. Nie­mals krat­zig oder adstringierend.
Gesamt­ein­druck
Ein hel­les, tro­cke­nes, rein­tö­nig ver­go­re­nes Bier, dass die typi­schen tro­pi­schen, zitrus­ar­ti­gen, fruch­ti­gen, gra­si­gen neu­see­län­di­schen Hop­fen­sor­ten prä­sen­tiert. Der mitt­le­rer Kör­per, das wei­che Mund­ge­fühl, der wei­cher Geschmack und Abgang mit dem neu­tra­len bis bro­ti­gen Malz­ge­rüst sind die Basis für die­ses leicht trink­ba­re, erfri­schen­de hop­fen­be­ton­te Bier.
Zuta­ten
Neu­see­län­di­schen Hop­fen­sor­ten wie Motue­ka, Riwa­ke, Nel­son Sau­vin, oft mit Paci­fic Jade als Bit­te­rung. Ande­re­N­eue-elt-Hop­fen aus Aus­tra­li­en oder den USA kön­nen genutzt wer­den, wenn sie ähn­li­che Eigen­schaf­ten haben. Hel­le Basis­mal­ze, mög­li­cher­wei­se mit etwas Wei­zen­malz­an­teil. Recht gering mine­ra­li­sier­tes Was­ser, typi­scher­wei­se mit mehr Chlo­rid als Sul­fat. Rein­tö­ni­ge unter­gä­ri­ge oder eine sehr neu­tra­le ober­gä­ri­ge Hefe.
Geschich­te
Größ­ten­teils defi­niert durch das Ori­gi­nal, das Mit­te der 1990er Jah­re in der Emerson’s Bre­we­ry gebraut wur­de. Die Eigen­schaf­ten des Neu­see­län­di­schen Pils­ners haben sich im glei­chen Maße ent­wi­ckelt wie die wach­sen­de Anzahl und Beliebt­heit der neu­see­län­di­schen Hopfensorten.
Kom­men­tar
Die Hop­fen­aro­men haben oft die glei­che Qua­li­tät wie vie­le neu­see­län­di­sche Sau­vi­gnon Blanc Wei­ne; mit tro­pi­schen Früch­ten, gra­si­gen, melo­nen­ar­ti­gen und Limet­ten­aro­men. In Neu­see­land oft als hybri­der Stil mit einer neu­tra­len Ale-Hefe bei küh­len Tem­pe­ra­tu­ren gebraut. Es ist wich­tig, den Schwe­fel­ge­halt des End­pro­dukts zu begren­zen, denn er kann mit den Hop­fen­ei­gen­schaf­ten kol­li­die­ren. In einem Wett­be­werb passt die­ser Stil am bes­ten in Kate­go­rie 12 (Hel­les Com­mon­wealth Bier).
Bei­spie­le
Crou­cher New Zea­land Pils­ner, Emerson’s Pils­ner, Liber­ty Halo Pils­ner, Pan­head Port Road Pils­ner, Saw­mill Pils­ner, Tua­ta­ra Mot Eureka
Noti­zen
Ver­gli­chen mit einem deut­schen Pils ist es nicht so kna­ckig und tro­cken im Abgang und prä­sen­tiert sich wei­che­ren, mal­zi­ger mit einem vol­le­ren Kör­per. Ver­gli­chen mit einem tsche­chi­schen Pils­ner hat es weni­ger der kom­ple­xen Mal­zig­keit und ist rein­tö­ni­ger ver­go­ren. In der Abstim­mung ähn­lich einem Kölsch oder Bri­tish Gol­den Ale, aber mit hop­fi­ge­rem Aro­ma. Ver­gli­chen mit die­sen deut­schen Sti­len, prä­sen­tiert es die neu­see­län­di­schen Hop­fen­sor­ten mit tro­pi­schen, zitrus­ar­ti­gen, fruch­ti­gen, gra­si­gen Eigen­schaf­ten, oft mit einem wein­ar­ti­gen Cha­rak­ter. Soll­te nicht so hop­fig oder bit­ter abge­stimmt sein wie ein IPA.