Details des Biertyps

Name
For­eign Extra Stout
Style Gui­de
BJCP 2015
BJCP
16 D
Alko­hol
6.3 - 8.0 %vol
Stamm­wür­ze
14 - 18.75 °P
Rest­ex­trakt
2.5 - 4.5 %gew
Bit­te­re
50 - 70 IBU
Far­be
79 - 105.5 EBC
Aus­se­hen
Sehr tief­braun bis schwarz in der Far­be. Klar­heit nor­ma­ler­wei­se durch tie­fe Far­be ver­deckt (wenn nicht undurch­sich­tig, soll­te klar es sein). Gro­ße hell­brau­ne bis brau­ne Schaum­kro­ne mit guter Haltbarkeit.
Geschmack
Mäßig bis stark gerös­te­tes Getrei­de- und Malz­aro­ma mit Kaf­fee-, Scho­ko­la­den- oder leicht ver­brann­tem Getr­ei­de­cha­rak­ter, jedoch ohne schar­fen Biss. Mäßig tro­cken. Gerin­ger bis mitt­le­rer Ester­ge­halt. Mitt­le­re bis hohe Bit­te­re. Mäßi­ges bis kein Hop­fen­aro­ma, kann erdig, kräu­te­rig oder blu­mig sein. Diace­tyl mit­tel-nied­rig bis gar nicht vorhanden.
Geruch
Mäßi­ge bis hohe Röst­ge­trei­de-Aro­men, oft mit Kaf­fee, Scho­ko­la­de und/oder leicht ver­brann­ten Noten. Gerin­ge bis mitt­le­re Fruch­tig­keit. Kann ein süßes Aro­ma oder melas­si­ge, lakrit­zi­ge, wein­ar­ti­ge und/oder Aro­men von Tro­cken­früch­te haben. Stär­ke­re Ver­sio­nen kön­nen ein sub­ti­les, sau­be­res Aro­ma von Alko­hol haben. Hop­fen­aro­ma mäßig gering bis gar nicht vor­han­den, kann erdig, krau­tig oder blu­mig sein. Diace­tyl gering bis gar nicht vorhanden.
Mund­ge­fühl
Mit­tel­kräf­ti­ger bis vol­ler Kör­per, oft mit einem wei­chen, manch­mal cre­mi­gen Cha­rak­ter. Kann durch die Anwe­sen­heit von Alko­hol einen wär­men­den (aber nie­mals schar­fen) Ein­druck ver­mit­teln. Mäßi­ge bis mäßig hohe Karbonisierung.
Gesamt­ein­druck
Ein sehr dunk­les, mäßig star­kes, ziem­lich tro­cke­nes Stout mit aus­ge­präg­ten Röstaromen.
Zuta­ten
Hel­le und dunk­le Röst­mal­ze und -getrei­de, his­to­risch könn­ten auch Brown- und Amber-Mal­ze ver­wen­det wor­den sein. Hop­fen meist für die Bit­te­re, typi­scher­wei­se eng­li­sche Sor­ten. Kann Zusatz­stof­fe und Zucker ver­wen­den, um die Stamm­wür­ze zu erhöhen.
Geschich­te
Stär­ke­re Stouts, die heu­te für den Export­markt gebraut wer­den, aber eine Geschich­te haben, die bis ins 18. und 19. Jahr­hun­dert zurück­reicht, als sie stär­ker gehopf­te Ver­sio­nen von stär­ke­ren Export-Stouts waren. Guin­ness For­eign Extra Stout (ursprüng­lich West India Por­ter, spä­ter For­eign Extra Dou­ble Stout) wur­de laut Guin­ness erst­mals 1801 mit “zusätz­li­chem Hop­fen gebraut, um ihm einen unver­wech­sel­ba­ren Geschmack und eine län­ge­re Halt­bar­keit bei hei­ßem Wet­ter zu ver­lei­hen, und wird heu­te in Afri­ka, Asi­en und der Kari­bik gebraut. Es macht der­zeit 40 % des gesam­ten welt­weit gebrau­ten Guin­ness aus.”
Kom­men­tar
Auch bekannt als For­eign Stout, Export Stout, For­eign Export Stout. His­to­ri­sche Ver­sio­nen (zumin­dest vor dem Ers­ten Welt­krieg) hat­ten den glei­chen Stamm­wür­ze-Wert wie inlän­di­sche Extra Stouts, aber einen höhe­ren Alko­hol-Wert, weil es eine lan­ge Sekun­där­rei­fe mit Brett­anomy­ces hat­te, die dar­an her­um­kau­ten. Der Unter­schied zwi­schen inlän­di­schen und aus­län­di­schen Ver­sio­nen waren die Hop­fung und die Län­ge der Reifung.
Bei­spie­le
Coo­pers Best Extra Stout, Guin­ness For­eign Extra Stout, The Ker­nel Export Stout, Rid­ge­way For­eign Export Stout, Sou­thwark Old Stout
Noti­zen
Ähn­lich in der Balan­ce wie ein Irish Extra Stout, aber mit mehr Alko­hol. Nicht so stark und inten­siv wie ein Rus­si­an Impe­ri­al Stout. Es fehlt die star­ke Bit­ter­keit und der hohe spä­te Hop­fen eines Ame­ri­can Stouts. Ähn­li­che Schwe­re wie ein Tro­pi­cal Stout, aber mit einem tro­cke­ne­ren Abgang, höhe­rer Bit­ter­keit und weni­ger Estern.