Details des Biertyps

Name
Münch­ner Helles
Style Gui­de
BJCP 2015
BJCP
4 A
Alko­hol
4.7 - 5.4 %vol
Stamm­wür­ze
11 - 12 °P
Rest­ex­trakt
1.5 - 3 %gew
Bit­te­re
16 - 22 IBU
Far­be
7 - 12 EBC
Aus­se­hen
Mitt­le­res Gelb bis hel­les Gold. Klar. Halt­ba­re kre­mi­ge wei­ße Schaumkrone.
Geschmack
Mode­rat mazi­ger Antrunk mit den Ein­druck von Süße, mode­rat getrei­dig-süßer Malz­ge­schmack mit einem wei­chen, run­den Ein­druck, unter­stützt von gerin­ger bis mit­tel-gerin­ger Hop­fen­bit­te­re. Der Abgang ist weich und tro­cken, nicht krat­zig und bei­ßend. Gerin­ger bis mit­tel-gerin­ger wür­zi­ger, flo­ra­ler oder kräu­te­ri­ger Hop­fen­ge­schmack. Das Malz domi­niert im Geschmack, Abgang und Nach­ge­schmack über den Hop­fen, der aber trotz­dem spür­bar sein soll­te. Es soll­te kei­ne Rest­sü­ße vor­han­den sein, son­dern ein­fach der Ein­druck von Mal­zig­keit mit zurück­hal­ten­der Bit­te­re. Sehr fri­sche Exem­pla­re erschei­nen süßer durch den fri­schen, kräf­ti­gen Malz­cha­rak­ter, der mit der Zeit abneh­men kann. Rein­tö­ni­ges Gärprofil.
Geruch
Mode­ra­tes getrei­dig-süßes Mal­za­ro­ma. Wenig bis mode­rat-wenig wür­zi­ge, blu­mi­ge oder kräu­t­ri­ge Hop­fen­a­ro­man. Obwohl ein rei­nes Aro­ma am wün­schens­wer­tes­ten ist, ist eine sehr gerin­ge Hin­ter­grund­no­te von DMS kein Feh­ler. Ange­neh­mes, rein­tö­ni­ges Gär­pro­fil, bei dem Malz die Abstim­mung domi­niert. Fri­sche­re Exem­pla­re haben ein stär­ke­res mal­zig-süßes Aroma.
Mund­ge­fühl
Mitt­le­rer Kör­per. Mitt­le­re Kar­bo­ni­sie­rung. Wei­cher, gut aus­ge­la­ger­ter Charakter.
Gesamt­ein­druck
Ein rei­nes, mal­zi­ges, gold­far­be­nes deut­sches Lager­bier mit einem wei­chen, getrei­dig-süßen, mal­zi­gen Geschmack und einem wei­chen, tro­cke­nen Angang. Fei­ne wür­zi­ge, blu­mi­ge oder kräu­t­ri­ge Hop­fen­aro­men und zurück­hal­ten­de Bit­te­re hel­fen dabei, eine mal­zi­ge, aber nicht süße Abstim­mung zu errei­chen und das Bier zu einem erfri­schen­den Alt­tags­ge­tränk zu machen.
Zuta­ten
Kon­ti­nen­ta­les Pils­ner Malz, tra­di­tio­nel­le deut­sche Hop­fen­sor­ten vom Saa­zer Typ, rein­tö­ni­ge deut­sche unter­gä­ri­ge Hefe.
Geschich­te
1894 in der Münch­ner Spa­ten-Braue­rei geschaf­fen, um mit den hel­len Bie­ren vom Pils­ner-Typ kon­kur­rie­ren zu kön­nen. Aktu­ell der belieb­tes­te Bier­stil in Süddeutschland.
Kom­men­tar
Als ein Mus­ter für end­ver­go­re­nes Pils­ner­malz ist Hel­les ein Malz-akzen­tu­ier­tes Bier, dass nicht zu süß ist, son­dern sich eher auf Malz­ge­schmack mit hin­ter­grün­di­ger, unter­stüt­zen­der Hop­fen­bit­te­re kon­zen­triert. Export-Vari­an­ten kön­nen schnell den kräf­ti­gen Malz­cha­rak­ter ver­lie­ren, der oft an Süße erin­nert. Hel­les ist in Mün­chen in allen Aspek­ten leich­ter als außer­halb der Stadt, wo es selbst­be­wuss­ter mit mehr Kör­per, Geschmack und Hop­fen­aro­ma sein kann.
Bei­spie­le
Augus­ti­ner Lager­bier Hell, Bür­ger­bräu Wolz­nacher Hell Natur­trüb, Hacker-Pschorr Münch­ner Gold, Löwen­braü Ori­gi­nal, Pau­la­ner Pre­mi­um Lager, Spa­ten Pre­mi­um Lager, Wei­hen­ste­pha­ner Original
Noti­zen
In der Aus­ge­wo­gen­heit von Malz und Bit­te­re ähn­lich einem Münch­ner Dun­kel, aber weni­ger mal­zig-süß und hel­ler. Mehr Kör­per und Mal­zig­keit als ein deut­sches Export­bier, aber weni­ger hop­fig abgestimmt.